Katholische Büchereien

Weitgehend unabhängig von der Entwicklung im Bereich der wissenschaftlichen Bibliotheken entstanden die kirchlichen Vereins- und Pfarrbüchereien, die heute als katholische öffentliche Büchereien in fast allen größeren katholischen Kirchengemeinden der Bundesrepublik Deutschland ihre Dienste anbieten.

Gemeinsam mit den kommunalen und sonstigen öffentlichen Büchereien nehmen sie die Aufgabe einer "ortsnahen Grundversorgung der Allgemeinheit mit Literatur und anderen Informationsmitteln für Ausbildung, Beruf, Freizeit und jede freie geistige Betätigung" (Bibliotheksplan 1973) wahr.

Zugleich haben sie eine spezifische Bedeutung für das geistige Leben der jeweiligen Pfarrgemeinde, indem sie als Treffpunkt und Kommunikationsort genutzt werden.

In den etwa 4.000 katholischen öffentlichen Büchereien stehen rund 18 Millionen Bücher und Medien (Kinder- und Jugendliteratur, geistliche Literatur und Belletristik, Ratgeber und Fachliteratur, Informationsmaterialen für Ausbildung und Beruf, Hörspiele, CDs oder Videokassetten) zur Verfügung.

Die Entleihungsquote liegt jährlich bei derzeit 27 Millionen Einheiten. Bundesweit sind in den katholischen öffentlichen Büchereien, die von diözesanen Fachstellen unterstützt werden, rund 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Den einzelnen Büchereien stehen in den Bistümern die Fachstelle der katholischen Büchereiarbeit als planende und beratende Gesprächspartner zur Verfügung.

Eine übergreifende Fach- und Beratungsinstitution stellt die "Arbeitsstelle der katholischen Büchereiarbeit in Deutschland" dar, die eng mit den beiden großen katholischen Büchereiverbänden - dem Borromäusverein e. V.!