Abschied von Pater Wernke

Mit der Schließung des Konvents der Weißen Väter in Hörstel ist in Pater Wernke der Wunsch gereift wieder nach Mosambik zurückzukehren. So schreibt er im Weihnachtspfarrbrief:

 

Mit dem Weggang der Weißen Väter wurde ich aus einer Gemeinschaft herausgerissen, deren Leben sich in und um Afrika herum bewegt hat. Plötzlich war ich in die deutsche Gesellschaft hineingeworfen. Die Gemeinschaft der Afrika-Kenner fehlte mir. Die Gemeinschaft der Afrikamissionare, in der ich beheimatet bin, war auf einmal nicht mehr da. Eine Gemeinschaft, die trägt, fordert, gemeinsam betet und Geborgenheit und Heimat gibt, ist plötzlich nicht mehr da.

Als ich 2015 aus Mosambik nach Deutschland zurückkam, habe ich mich wie ein Flüchtling gefühlt. Ich fühlte mich nicht als Teil dieses Beziehungsnetzes. Die Menschen in Deutschland tickten anders.

 

Für mich ist Heimat die Erfahrung zu machen, dass ich willkommen bin und akzeptiert werde, so wie ich bin. Dieses Grundbedürfnis von Vertrautheit, Begegnung und Geschwisterlichkeit habe ich über die Jahre bei den Afrikamissionaren – Weiße Väter und in den Wirkungsorten in Afrika erfahren und erlebt. Diese Erfahrung drückt das afrikanische Sprichwort „Ich bin, weil du bist“ aus. Es stiftet Identität.

 

An diesem Sonntag verabschieden wir Pater Wernke, der  6 Jahren in unserer Gemeinde gearbeitet hat. Neben der Zelebration von Gottesdiensten und Sakramentenspendung hat er sich besonders für die Senioren, den Kolping und im Ortsausschuss Bevergern engagiert. Pater Wernke sucht immer die Begegnung mit den Menschen und gibt damit genau das, was er sich selbst wünscht: „Heimat – das Gefühl willkommen und akzeptiert zu sein“.

 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei ihm und werden ihn sehr vermissen.

Für seine neue Aufgabe wünschen wir ihm alles Gute und Gottes Segen.